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Rotes und infrarotes Licht aus einem LED-Behandlungssystem bei einem Pferd
LED-Wissen – fundiertes Wissen

LED-Behandlung vs. Laserbehandlung bei Pferden

6 Minuten Lesezeit Wie Licht funktioniert

Das ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird: Was ist der Unterschied zwischen LED-Behandlung und Lasertherapie? Beide nutzen rotes und infrarotes Licht, um die Genesung und die Beweglichkeit zu fördern, und beide stützen sich auf denselben Forschungsstand. Die Unterschiede liegen nicht in den biologischen Eigenschaften des Lichts. Sie liegen vielmehr darin, wie es erzeugt wird, wie es abgegeben wird und was dies hinsichtlich der Personen bedeutet, die es sicher anwenden können.

Diese Unterscheidung ist wichtiger, als es zunächst klingt, denn sie entscheidet darüber, ob eine Behandlung in einer Klinik oder in Ihrem Stall stattfinden sollte.

Der wesentliche Unterschied

Kohärentes vs. inkohärentes Licht

Der größte Unterschied liegt in der Art und Weise, wie das Licht erzeugt wird – und daraus ergibt sich alles Praktische.

Inkohärent

LED-Behandlung

LED-Systeme erzeugen inkohärentes Licht: Die Lichtwellen werden gestreut statt eng gebündelt, wodurch ein sanfter, diffuser Lichtstrahl entsteht.

Der praktische Vorteil liegt in der breiten, gleichmäßigen Abdeckung größerer Bereiche – sei es der Rücken, eine Schulter, ein Hinterteil oder die gesamte Länge einer Sehne –, wodurch sich das Produkt für den täglichen Einsatz in der Pferdepflege eignet.

Kohärent

Lasertherapie

Laser erzeugen kohärentes, kollimiertes Licht. Der Strahl ist gebündelt und lässt sich mit hoher Präzision auf einen bestimmten Punkt richten.

Die Eindringtiefe hängt hauptsächlich von der Wellenlänge und weniger von der Kohärenz ab, doch ein Laser kann eine weitaus höhere Energiedichte auf eine kleine Fläche konzentrieren. Das macht ihn besonders leistungsstark für punktgenaue Arbeiten – und stellt hohe Anforderungen an den Anwender.

Gleiche Wellenlängen, gleiche zugrunde liegende Photobiologie. Was sich unterscheidet, ist die Konzentration – und die Konzentration ist es, die sowohl die Präzision als auch das Risiko bestimmt.

Sicherheit

Sicherheit und Handhabung

Die LED-Behandlung gilt allgemein als sicher und birgt bei vorschriftsmäßiger Anwendung nur ein minimales Risiko. Da das Licht diffus abgestrahlt wird, ist die Gefahr einer Überhitzung des Gewebes sehr gering, weshalb sich LED-Systeme gut für den regelmäßigen Einsatz durch Pferdebesitzer außerhalb einer klinischen Umgebung eignen.

Die Lasertherapie erfordert besondere Vorsicht. Gebündelte Energie kann bei unsachgemäßer Handhabung zu Überhitzung, Verbrennungen oder Augenverletzungen führen. Aus diesem Grund sollte eine Laserbehandlung bei Pferden stets von einer geschulten Fachkraft durchgeführt werden, wobei sowohl das Pferd als auch die behandelnde Person einen geeigneten Augenschutz tragen müssen.

Lichtstrahl Diffuses vs.fokussiertes Licht: LED · Laser
Typischer Erfassungsbereich Großflächig vs. spezifischer Punkt
Überhitzungsgefahr Sehr gering vs. erfordert Überwachung
Wer wendet es an? Eigentümer vs. ausgebildeter Fachmann
Für den täglichen Gebrauch geeignet Ja bzw. nach Vereinbarung
Auswahl

Was ist das Richtige für Ihr Pferd?

Beide haben ihren Platz in der Pferdepflege, und sie konkurrieren nicht wirklich um dieselbe Aufgabe.

01

Wenn Sie eine sichere, benutzerfreundliche Lösung für große Flächen und den täglichen Gebrauch suchen, ist eine LED-Behandlung in der Regel die bessere Wahl.

02

Wenn Sie eine präzise, hochintensive Behandlung an einer bestimmten Stelle benötigen, kann eine Lasertherapie empfohlen werden – unter fachkundiger Aufsicht.

03

Bei den meisten Rehabilitations- und Genesungsprogrammen ist nicht die Kraft, sondern die Häufigkeit der entscheidende Faktor, und die Häufigkeit spricht dafür, was man selbst tun kann.

Beides schließt sich nicht gegenseitig aus. Ein Pferd kann sowohl eine Laserbehandlung beim Tierarzt oder Physiotherapeuten als auch eine tägliche LED-Behandlung zu Hause erhalten – beide Maßnahmen lösen unterschiedliche Aspekte desselben Problems.

Unser Ansatz

Wie unsere LED-Systeme aufgebaut sind

Die meisten therapeutischen Lichtsysteme arbeiten im optischen Fenster von etwa 650 bis 950 Nanometern. In diesem Bereich dringt das Licht effektiv in das Gewebe ein und wirkt auf die zellulären Prozesse ein, die an der Regeneration, der Durchblutung und der Energieproduktion beteiligt sind. Kürzere Wellenlängen wirken auf oberflächlichere Schichten ein; längere erreichen tiefere Strukturen wie Muskeln, Sehnen und Gelenke.

Unsere Systeme kombinieren vier Wellenlängen aus diesem Bereich, die auf zahlreiche LEDs verteilt sind, sodass die Energie gleichmäßig verteilt wird, anstatt sich auf wenige Punkte zu konzentrieren. Darin liegt das gesamte Konstruktionsprinzip für den Einsatz von LEDs bei Pferden: eine gleichmäßige Bestrahlung bei einer Dosis, die für die tägliche, unbeaufsichtigte Anwendung sicher ist.

Vier gemessene Wellenlängen
660 / 670 nm 730 nm 810 nm 850 nm

Jedes System verfügt über zwei Arten von LED-Streifen, die sich abwechseln: rote LEDs bei 660/670 und 730 nm sowie Infrarot-LEDs bei 810 und 850 nm. Es wird kein blaues Licht verwendet – blaue Wellenlängen wirken sich nämlich nur auf die oberste Hautschicht aus.

Rotes LED-Licht, das gleichmäßig über das Bein eines Pferdes gestreut wird
Die richtige Passform

Auswahl eines LED-Systems

Wenn LED für Ihre Situation die richtige Lösung ist, stellt sich noch die Frage nach der Abdeckung.

Wrap72

Beine und Gelenke – Fessel, Knie, Sprunggelenk. Geeignet für ein oder zwei Beine und gezieltes Training.

Wrap108

Umfassendere Abdeckung für Pferde, bei denen mehr als eine Stelle behandelt werden muss oder bei denen ein größerer Bereich auf einmal behandelt werden muss.

Stifle Wrap

An die Kniegelenke angepasst und passt sich Brust, Schultern und Rücken an.

Technische Details – wie Ausgangsleistung, Anzahl der LEDs und ein Vergleich der Systeme – finden Sie im Systemfinder →.

Erst ausprobieren, dann festlegen

Sie müssen nichts kaufen, um anzufangen

Mit unserem Mietprogramm können Sie mit dem richtigen System beginnen und herausfinden, wie gut es zu Ihrem Pferd und Ihrem Tagesablauf passt – ganz ohne Kaution, Mindestmietdauer und ohne verbindliche Verpflichtung. Wenn Sie sich entscheiden, das System zu behalten, werden Ihnen bis zu drei Monate Mietzeit auf den Kaufpreis angerechnet. Das Mietangebot gilt für die Modelle „ Wrap72 “, „ Wrap108 “, „ Stifle Wrap “ und „ Pad “.

Wrap72 LED-Beinband
Wrap72

Fessel · Knie · Sprunggelenk – ein oder zwei Beine

Miete ab 390 kr/Monat
Kaufen — 4.990 kr
Wrap108 LED-Beinwrap wird angelegt
Wrap108

Erweiterter Schutzbereich · größere Zonen

Miete ab 590 kr/Monat
Kaufen – 6.990 kr
Stifle Wrap wird über die Hinterhand eines Pferdes gelegt, wobei der Riemen über den Rücken verläuft
Stifle Wrap

Kniegelenk · Brust und Schultern · Rücken

Miete ab 490 kr/Monat
Kaufen – 5.990 kr
Ein LED- Pad , das vom Rücken eines Pferdes abgenommen wurde und die in den Stoff eingearbeiteten LED-Bänder zeigt
Pad

Oberlinie · Hinterhand – große Bereiche

Miete ab 1.590 kr/Monat
Kaufen — 18.990 kr
Ein Hinweis zu den Erwartungen

Die LED-Behandlung unterstützt die natürlichen Prozesse der Genesung und des Gewebeerhalts. Sie ist kein Heilmittel und ersetzt weder eine tierärztliche Diagnose noch eine Behandlung – ebenso wenig wie die Lasertherapie. Beide sind unterstützende Maßnahmen, die am besten im Rahmen eines auf einer Diagnose basierenden Behandlungsplans wirken.

Weiterführende Literatur

Farivar, S., Malekshahabi, T. & Shiari, R. (2014). Biologische Wirkungen der Niedrigintensitäts-Lasertherapie. Journal of Lasers in Medical Sciences, 5(2), 58–62. Den vollständigen Artikel auf PubMed Central lesen →

Dieser Überblick erläutert, wie sowohl Laser- als auch LED-Licht mit biologischem Gewebe interagieren, und verdeutlicht dabei die Unterschiede hinsichtlich der Lichteigenschaften, der Auswirkungen der Wellenlänge und der Sicherheitsaspekte – allesamt Aspekte, die für Anwendungen bei Pferden von unmittelbarer Bedeutung sind.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Ist Laser bei Pferden wirksamer als LED?

Nicht grundsätzlich. Beide strahlen rotes und infrarotes Licht aus, und die Eindringtiefe hängt hauptsächlich von der Wellenlänge ab und nicht davon, ob das Licht kohärent ist. Ein Laser bündelt mehr Energie auf einen kleineren Bereich, was sich für präzise, lokal begrenzte Arbeiten eignet; eine LED verteilt die Energie gleichmäßig über einen größeren Bereich, was sich für den Routineeinsatz eignet.

Darf ich mein Pferd selbst mit einem Laser behandeln?

Davon ist abzuraten. Gebündelte Laserenergie kann bei unsachgemäßer Handhabung zu Überhitzung, Verbrennungen oder Augenverletzungen führen. Aus diesem Grund sollten Laserbehandlungen bei Pferden von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. LED-Systeme sind so konzipiert, dass sie von Pferdebesitzern unter normalen Stallbedingungen sicher angewendet werden können.

Dringt LED-Licht tief genug ein, um eine Rolle zu spielen?

Die Eindringtiefe wird hauptsächlich durch die Wellenlänge bestimmt. Infrarotwellenlängen von 810 und 850 nm erreichen tiefere Strukturen wie Muskeln, Sehnen und Gelenke, während rote Wellenlängen von 660/670 und 730 nm eher oberflächlich wirken. Durch die Kombination beider Wellenlängen, wie sie in unseren Systemen zum Einsatz kommt, werden oberflächliches und tieferes Gewebe in derselben Sitzung behandelt.

Warum gibt es in Ihren Systemen kein blaues Licht?

Blaue Wellenlängen liegen außerhalb des optischen Fensters und wirken sich nur auf die oberste Hautschicht aus. Da sie für die tiefere Gewebebehandlung, die für die Regeneration von Pferden erforderlich ist, keinen Beitrag leisten, verwenden unsere Systeme ausschließlich rotes und infrarotes Licht.