LED-Behandlung bei Verletzungen bei Pferden
Die Genesung nach einer Verletzung ist selten schwer zu verstehen. Schwierig ist es vielmehr, sie durchzuhalten. In der ersten Woche ist der Plan klar, in der neunten Woche hingegen viel schwieriger, wenn das Pferd zwar gut aussieht, die Untersuchung aber etwas anderes besagt und die Routine trotzdem fortgesetzt werden muss. Die LED-Behandlung ist genau für diese Phase konzipiert: eine kurze, sichere und wiederholbare Maßnahme, die Sie jeden Tag durchführen können, ohne dass sie zu einem großen Unterfangen wird.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Verletzungen, zu denen wir am häufigsten gefragt werden, welche positiven Wirkungen rotes und infrarotes Licht bei den jeweiligen Verletzungen hat sowie einen Vorschlag für einen Behandlungsablauf. Diese Informationen dienen als Ausgangspunkt für ein Gespräch mit Ihrem Tierarzt – sie ersetzen dieses Gespräch jedoch nicht.
Was Licht in verletztem Gewebe bewirkt
Die LED-Behandlung ist nicht-invasiv und nicht-thermisch. Rotes und infrarotes Licht innerhalb des optischen Fensters – etwa 650 bis 950 Nanometer – dringt in biologisches Gewebe ein und wirkt auf die zellulären Prozesse ein, die an der Regeneration, der Durchblutung und der Energieproduktion beteiligt sind. Infrarotwellenlängen erreichen tiefere Strukturen wie Muskeln, Sehnen und Gelenke; kürzere rote Wellenlängen wirken näher an der Oberfläche.
In der Praxis bedeutet das ganz einfach und konkret: Licht repariert kein Gewebe, sondern schafft die Voraussetzungen, unter denen der Körper sein eigenes Gewebe repariert. Deshalb wird es ergänzend zur tierärztlichen Behandlung eingesetzt und nicht an deren Stelle, und deshalb ist die Regelmäßigkeit wichtiger als die Intensität.
Licht heilt keine Verletzungen. Es unterstützt die biologischen Prozesse, die dies bewirken.
Bevor Sie beginnen
Vier Punkte, die vor der ersten Sitzung geklärt werden sollten – in jedem der folgenden Fälle.
Lassen Sie sich diagnostizieren. Die konsequente Behandlung der falschen Struktur ist schlimmer, als gar nichts zu behandeln.
Sprechen Sie den Behandlungsplan mit Ihrem Tierarzt ab und klären Sie dabei auch, ob eine Lichttherapie für das jeweilige Stadium der Verletzung geeignet ist.
Positionieren Sie das System direkt über der betroffenen Struktur, wobei die Gurte so fest angezogen sein müssen, dass es an Ort und Stelle bleibt.
Führen Sie täglich kurze Aufzeichnungen – Sitzung, Bereich und wie das Gewebe vorher und nachher aussah.
Häufige Verletzungen und der Einsatz von Licht
Die folgenden Trainingsroutinen sind unsere allgemeinen Empfehlungen. Die Anweisungen Ihres Tierarztes haben Vorrang vor allen diesen Empfehlungen, insbesondere in den ersten Tagen nach einer akuten Verletzung.
Sehnenverletzungen
Tritt häufig bei Pferden auf und ist in der Regel eher auf Überlastung, Überbeanspruchung oder ein Trauma zurückzuführen als auf einen einzelnen Fehltritt. Die Genesung verläuft langsam, und das Risiko einer erneuten Verletzung ist real. Die LED-Behandlung fördert die Aktivität der Fibroblasten und die Kollagenproduktion – also der Zellen und des Stoffes, die die Sehne wieder aufbauen – und unterstützt gleichzeitig die lokale Durchblutung sowie die Regulierung der Entzündungssignale während einer mehrmonatigen Rehabilitationsphase.
5-minütige Sitzungen, 2–3 Mal täglich während der Genesungsphase, danach einmal täglich zur Vorbeugung.
Muskelverletzungen
Muskeln erholen sich schneller als Sehnen, doch Muskelkater und Abwehrreaktionen nach einer Überlastung verändern die Bewegungsabläufe des Pferdes, und die daraus resultierenden Kompensationsmechanismen führen an anderer Stelle zu neuen Problemen. Die LED-Behandlung fördert die ATP-Produktion und die Zellenergie in den betroffenen Fasern sowie die Durchblutung des betroffenen Bereichs und die nach der Verletzung auftretende Entzündungsreaktion.
Bis zu 10-minütige Sitzungen, 1–2 Mal täglich während der Genesungsphase, danach einmal täglich zur Erhaltung.
Arthritis und Gelenkentzündungen
Gelenke sind sowohl anfällig für Entzündungen als auch für die degenerativen Veränderungen, zu denen eine lang anhaltende Entzündung führen kann. Die LED-Behandlung fördert die Zellaktivität und die Durchblutung im Gewebe rund um das Gelenk sowie die Prozesse, die für den Erhalt von Knorpel und Bindegewebe zuständig sind – weshalb die tägliche Anwendung im Rahmen eines langfristigen Behandlungsplans in der Regel wichtiger ist als intensive Kurzzeitbehandlungen.
5-minütige Sitzungen, 2–3 Mal täglich, danach bei Bedarf einmal täglich.
Entzündung
Akute oder chronische Entzündungen verlangsamen die Genesung und beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit. Die Entzündung an sich ist nicht der Feind – sie dient der Beseitigung von geschädigtem Gewebe –, muss aber rechtzeitig abklingen. Die LED-Behandlung unterstützt die Regulierung der Entzündungsreaktion und verbessert die lokale Durchblutung im betroffenen Bereich.
5–10-minütige Sitzungen, 1–2 Mal täglich, bis sich der Zustand stabilisiert hat, danach einmal täglich.
Wunden und Operationsschnitte
Die Wundheilung ist der Bereich, in dem lichtbasierte Behandlungen auf die längste Tradition zurückblicken. Die LED-Behandlung fördert die Geweberegeneration durch die Aktivierung von Fibroblasten, hilft bei der Linderung von Schwellungen im Bereich der Wunde und unterstützt die lokale Immunantwort – was insbesondere in stabilen Umgebungen von Bedeutung ist, in denen die Wundhygiene bereits eine tägliche Herausforderung darstellt.
5-minütige Sitzungen, anfangs bis zu dreimal täglich, anschließend einmal täglich, bis die Beschwerden abgeklungen sind.
Rückenschmerzen und Muskelkater
Der Rücken trägt sowohl den Reiter als auch die Bewegungsabläufe, wodurch er anfällig für Schmerzen und sekundäre Überlastungen ist, wenn anderswo ein Problem vorliegt. Die LED-Behandlung fördert die Durchblutung der langen Muskeln zu beiden Seiten der Wirbelsäule und die Regulierung von Entzündungen, die zu Beschwerden beitragen. Rückenschmerzen sind oft ein Symptom, daher lohnt es sich zu hinterfragen, was sonst noch die Ursache sein könnte.
Bis zu 10-minütige Sitzungen, 1–2 Mal täglich.
Krankheiten der Hufe
Die Hufe sind entscheidend für die Mobilität, und Erkrankungen wie Prellungen, Abszesse oder Hufrehe verursachen erhebliche Schmerzen. Die LED-Behandlung fördert die Durchblutung und die Geweberegeneration im Bereich der Hufstrukturen. Da diese Erkrankungen hinsichtlich ihrer Ursachen und ihres Schweregrads sehr unterschiedlich sind, veröffentlichen wir keine einheitliche Vorgehensweise für ihre Behandlung.
Kontaktieren Sie uns, um einen auf die jeweilige Erkrankung zugeschnittenen Trainingsplan zu erhalten.
Sollte die Erkrankung Ihres Pferdes hier nicht aufgeführt sein, melden Sie sich bei uns – wir besprechen gerne mit Ihnen, in welchen Fällen eine Lichttherapie sinnvoll ist und in welchen nicht.
In Schweden hergestellt für den täglichen Gebrauch
Eine Behandlung, die man umplanen muss, wird nicht durchgeführt. Unsere Systeme sind genau auf das Gegenteil ausgelegt: kurze Sitzungen, stabile Positionierung und Materialien, die eher den Bedingungen eines Stalls als denen einer Praxis standhalten – Staub, Feuchtigkeit und gelegentliche Stöße eingeschlossen.
Jedes System verfügt über zwei Arten von LED-Streifen, die sich abwechseln: rot bei 660/670 und 730 nm sowie infrarot bei 810 und 850 nm. Es wird kein blaues Licht verwendet, da dieses lediglich die Hautoberfläche erreicht.
Die Wahl des richtigen Systems
Welches System das richtige ist, hängt davon ab, wo sich die Verletzung befindet und wie groß die zu behandelnde Fläche ist.
Wrap72
Beine und Gelenke – Fessel, Knie, Sprunggelenk. Geeignet für ein oder zwei Beine und gezieltes Training einer bestimmten Struktur.
Wrap108
Eine umfassendere Behandlung, wenn der betroffene Bereich größer ist oder wenn mehrere Bereiche behandelt werden müssen.
Stifle Wrap
An die Kniegelenke angepasst und passt sich Brust, Schultern und Rücken an – einschließlich der kompensatorischen Schmerzen, die nach einer Verletzung an einem Gliedmaß auftreten.
Sie wissen nicht, wo Sie das System an Ihrem Pferd anbringen sollen? Beginnen Sie mit der Anleitung zu den Behandlungspunkten, vom Genick bis zum Huf →. Einen technischen Vergleich der verschiedenen Systeme finden Sie in der Systemübersicht →.
Sie müssen nichts kaufen, um anzufangen
Niemand plant eine Verletzung, und niemand möchte in der ersten Woche nach einer Verletzung schon eine Kaufentscheidung treffen. Mit unserem Mietprogramm können Sie sofort mit der Behandlung beginnen und sich später entscheiden – ganz ohne Anzahlung, ohne Mindestmietdauer und ohne verbindliche Verpflichtung. Wenn Sie sich entscheiden, das Gerät zu behalten, werden Ihnen bis zu drei Monate Mietzeit auf den Kaufpreis angerechnet.
Die LED-Behandlung unterstützt die natürlichen Prozesse der Genesung und Geweberegeneration. Sie ist kein Heilmittel, verkürzt den biologischen Heilungsprozess nicht und ersetzt weder die tierärztliche Diagnose noch bildgebende Verfahren oder die Behandlung. Die auf dieser Seite aufgeführten Maßnahmen sind allgemeine Empfehlungen – der Behandlungsplan Ihres Tierarztes hat Vorrang, insbesondere in der akuten Phase einer Verletzung.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine LED-Behandlung bei einem Pferd?
In der Regel fünf bis zehn Minuten pro Behandlungsbereich, je nach Zustand. In der akuten Phase einer Verletzung kann dies zwei- bis dreimal täglich wiederholt werden; zur Erhaltung reicht in der Regel einmal täglich aus. Länger ist nicht besser – entscheidend ist die Regelmäßigkeit.
Kann eine LED-Behandlung bei einer offenen Wunde angewendet werden?
Lichttherapien werden häufig zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Unsere Empfehlung für Wunden und Operationsschnitte lautet, die Behandlung anfangs bis zu dreimal täglich für jeweils fünf Minuten durchzuführen. Wie und wann die Behandlung im Bereich einer offenen Wunde oder einer Operationswunde angewendet werden sollte, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt absprechen, da dieser die Wundstelle kennt und das Kontaminationsrisiko einschätzen kann.
Ist die LED-Behandlung auch ohne fachliche Aufsicht sicher anzuwenden?
Die Anwendung erfolgt thermisch und nicht-invasiv, und die Systeme sind so konzipiert, dass sie von Pferdebesitzern in einer normalen Stallumgebung eingesetzt werden können. Was nach wie vor fachliche Beratung erfordert, sind die Diagnose und der Behandlungsplan – man muss wissen, was man behandelt, und ob das Stadium der Verletzung dafür geeignet ist.
Wie bald nach einer Verletzung kann mit der LED-Behandlung begonnen werden?
Das hängt von der Verletzung ab und ist eine tierärztliche Entscheidung. In den ersten Tagen nach einer akuten Verletzung stehen Diagnose und Stabilisierung im Vordergrund – eine leichte Behandlung wird meist erst dann eingeleitet, wenn ein klares Bild der aktuellen Situation vorliegt und ein Rehabilitationsplan vorliegt.
